Spendenaufruf: Familiennachzug

Mit deiner Hilfe möchten wir gerne Sofia aus Somalia, die in Rostock lebt, dabei unterstützen ihre 14-Jährige in Kenia lebende Tochter nach Deutschland zu holen. Sofia ist alleinerziehende Mutter eines Kleinkindes und kann die Kosten für die Familienzusammenführung daher nicht selbst aufbringen.

Sie wurde 2017 von ihrer Familie getrennt, nachdem ihr Mann gestorben war. Nach einem langen und komplizierten Fluchtweg konnte sie schließlich Asyl in Deutschland beantragen und hat hier auch ihren kleinen Sohn zur Welt gebracht. Ihre beiden anderen Kinder sind gemeinsam mit ihrer Oma, Sofias Mutter, nach Kenia geflüchtet. Dabei verlor sich die Familie aus den Augen. In Deutschland angekommen machte sie sich also lange auf die Suche nach ihren älteren Kindern und ihrer Mutter. Mit Hilfe eines britischen Radiosenders konnten die ältere Tochter und die Mutter der Frau in Kenia aufgespürt werden. Ihr Sohn gilt immer noch als verschollen. Traurigerweise ist Sofias Mutter mittlerweile verstorben, was das Anliegen der Familienzusammenführung umso dringlicher macht. Denn die 14-Jährige lebt mittlerweile ganz alleine in Kenia.

Höchste Zeit, dass Mutter und Tochter sich endlich wieder in die Arme schließen dürfen. Für die Familienzusammenführung wird jedoch ein teurer DNA-Test verlangt. Auch die Kosten für das Flugticket muss die Alleinerziehende selbst tragen. Wir möchten den beiden helfen und haben daher ein Spendenkonto eröffnet. Auch du kannst den beiden helfen indem du spendest. Dies geht ganz einfach über unser Onlineformular oder du kannst den Betrag auf unser Konto unter dem Betreff: “Familienzusammenführung“ überweisen. Unsere Kontodaten findest du unten. Eine Spendenquittung können wir dir dafür gerne erstellen.

Konto

Kontoinhaber: Rostock hilft
Bank: GLS Bank
BIC: GENODEM1GLS
IBAN: DE52 4306 0967 2063 7519 00


Bei dem Bild handelt es sich um ein Symbolbild von United Nations Photo (CC)

Protest nach schwedischem Gerichtsurteil: Rostocker Diakon und Flüchtlingsaktivist wegen Menschenschmuggel verurteilt

Der Diakon der Rostocker Innenstadtgemeinde und ROSTOCK HILFT Aktivist Arne Bölt wurde in Schweden vergangene Woche endgültig für Menschenschmuggel für die Überfahrt einer syrischen Familie nach Schweden im Frühjahr 2016 verurteilt. Der Oberste Gerichtshof in Stockholm lehnte am 17. Januar eine Anfechtung ab. Das Urteil in Form einer Geldstrafe im mittleren vierstelligen Bereich ist damit rechtskräftig. Der Verein ROSTOCK HILFT kündigt hingegen Protest an und will Bölt bei den Verfahrens- und Anwaltskosten unterstützen.

“Wir sind über diesen Fall immer noch mehr als empört”, erklärt Ronja Thiede von ROSTOCK HILFT. “Arne hat damals genau das getan, was viele Ehrenamtliche hier in Rostock in den Jahren 2015 und 2016 getan haben. Wir Alle haben Menschen geholfen nach Schweden zu kommen, zu ihren Familien, Freunden und Verwandten. Das Urteil gegen Arne ist ein Urteil gegen uns alle, für die das Menschenrecht auf Familie, auf Asyl und Bewegungsfreiheit nicht nur eine leere Phrase ist”, spielt die Aktivistin auf die Situation im Herbst 2015 an in deren Folge mehr als 30.000 Menschen auf der Flucht Rostock durchquerten um mit der Fähre nach Schweden zu gelangen. Dabei unterstützten sie damals hunderte Rostockerinnen und Rostocker ehrenamtlich.

Bölt selbst fühlt sich auch nach wie vor im Recht: “Ich habe nur geholfen. Die Familie wäre ohnehin nach einem langen und komplizierten Verfahren in Schweden zusammen gekommen. Vater und zwei Kinder waren bereits in Schweden. Die Mutter und zwei andere Kinder waren vollkommen verzweifelt und fanden bei uns keinen Schlaf, weil die Familie auf dem Fluchtweg getrennt wurde.” Bölt brachte die Familie daraufhin mit dem Auto nach Schweden und übergab sie der Polizei um einen Asylantrag zu stellen. Die anwesenden Polizisten nahmen Bölt jedoch überraschend fest und er saß ein Wochenende in Untersuchungshaft.

“Das Urteil ist ein Schlag gegen alle Menschen, die Geflüchteten helfen. Wir haben ein Grundrecht auf Asyl, ein Menschenrecht auf Bewegungsfreiheit und dann werden Menschen verurteilt, die Menschen auf der Flucht helfen”, empört sich Bölt über die Verurteilung. Er sieht sich allerdings nicht allein: “Wir erleben derlei Vorgehen gegen Seenotretter im Mittelmeer und Aktivistinnen und Aktivisten in ganz Europa. Das ist nicht hinnehmbar. Das so viele Menschen trotzdem weitermachen zeigt aber, was sich viele Menschen wünschen: Ein Europa der Solidarität und Menschenrechte, kein Europa der Abschottung.”

Der Verein ROSTOCK HILFT ruft zu Spenden auf, um Bölt bei den Prozess- und Anwaltskosten zu helfen. Außerdem planen die AktivistInnen Aktionen in den kommenden Wochen.

Spendenkonto:
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Schlagwort: #TeamArne

Spenden-Aufruf: Unterstützung für Familie K. aus Sierra Leone

Rostock Hilft bittet um Spenden für Familie K. Die Familie lebt zur Zeit in einer Rostocker Flüchtlingsunterkunft und befindet sich in einer sehr schwierigen und hilfebedürftigen Situation. In Rostock kam die vier-köpfige Familie im Juli diesen Jahres nach langer Flucht an. Lest mehr zur Familie und warum sie Unterstützung benötigt.

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